So funktioniert's.

Anfang der Neunziger Jahre wurden von Electrocycling Techniken und Strategien entwickelt, Elektroaltgeräte mit einem notwendigen Aufwand an manueller Arbeit und möglichst hoher Mechanisierung zu verwerten. Dieser Prozess wurde ständig optimiert und an die sich verändernden Altgeräte angepasst. Mittlerweile hat Electrocycling über eine halbe Million Tonnen Elektroaltgeräte in seiner Anlage verwertet. 

Kenntnisse von  Materialinhalten und Materialeigenschaften, sowie von Schadstoffe und Störstoffen in den Altgeräten sind notwendig, um in jedem Verarbeitungsschritt die richtigen Entscheidungen zu treffen und die im Produkt eingesetzten Rohstoffe wie Metalle, Kunststoffe und Glas sortenrein zurückzugewinnen.


Der Prozess im Einzelnen:


Annahme/Sortierung

Altgeräte wie sie uns von Kommunalen Sammelstellen, Gewerbekunden, Entsorgungsbetrieben oder von Hersteller- oder Händlerrücknahmen  erreichen, werden zunächst sortiert in:

  • Geräte zur Wiederverwendung
  • Geräte, die Schad- oder Störstoffe enthalten, für die Zerlegung
  • Geräte für die mechanische Aufbereitung 


Wiederverwendung

Funktionsfähige Geräte oder Teile, die als Ersatzteile genutzt werden können, werden für die weitere Nutzung geprüft, gereinigt und verpackt.  


Zerlegung

Die Zerlegung dient der Abtrennung von Ersatzteilen und Schad- und Störstoffen, wie Batterien, Kondensatoren, quecksilberhaltigen Bauteilen, Flüssigkeiten etc. um die Gerätekomponenten für die nachfolgende mechanische Aufbereitung vorzubereiten. 

Die Zerlegung funktioniert manuell unter Zuhilfenahme von angepassten Werkzeugen und halbautomatisch mit entsprechen Vorrichtungen für bestimmte Geräte und Schadstoffe. Die abgetrennten Teile und Schadstoffe werden an geeignete Verarbeitungsbetriebe weitergeleitet. 


Mechanische Aufbereitung

Schadstofffreie Geräte und Baugruppen werden in der mechanischen Aufbereitung weiter verarbeitet. Ein mehrstufiger Zerkleinerungsprozess trennt die vorhandene Verbindungen und Materialien. Nach jedem Trennprozess werden frei vorliegende Stoffe wie Eisen, Aluminium, Kupfer oder Kunststoffe separiert. Verbundmaterialien werden in der nächsten Stufe weiter zerkleinert. Die jeweilige Zerlegung nach den einzelnen Zerkleinerungsstufen erfolgt durch, auf die Materialzusammensetzung und Korngröße angepasste physikalische Verfahren wie Klassierung, Magnet- und Wirbelstromscheidung oder Dichtetrennung. Die eingesetzte Verfahrenstechnik nutzt die Materialeigenschaften und Korngrößen um marktfähige Sekundärrohstoffe zu erzeugen. Hier handelt es sich um 

  • Eisen
  • Aluminium
  • Edelstahl
  • Kupferkonzentrate
  • Zink
  • etc.

die direkt in entsprechen Metallhütten eingesetzt werden um neue Produkt herzustellen.

Weiterhin werden verschiedene Kunststoffe aussortiert und an Kunststoffverarbeiter geleitet.

Nach dem Aufbereitungsprozess verbleibende Reststoffe und Staub die Keramik, Gummi, Verbundmaterialein, Duroplasten  etc. enthalten, werden der energetischen Verwertung zugeführt. 

 

Stoffstrommanagement

Genauso wichtig wie die Qualität der Recyclingprozesse ist die Qualität der Erfassung und elektronischen Verarbeitung der Prozessdaten. ELECTROCYCLING verfügt über ein geschlossenes System, das die Erfassung aller relevanten Daten von der Abholung, über die Erstbehandlung bis hin zu den Verwertungsquoten sicherstellt und ihre Auswertung nach unterschiedlichen Anforderungen ermöglicht.

Unsere speziell abgestimmte Software sowie die umfangreiche Datenerfassung gewährleisten eine Kunden- und materialspezifische Bilanzierung aller Materialströme.

Die Verwaltung der Sammelbehälter und die Koordination der Transportaufträge erfolgt zentral durch ELECTROCYCLING.

Langjährige Erfahrungen aus Projekten mit bis zu 2.500 Abholstellen bestätigen die Leistungsfähigkeit unseres Systems. Die Verfolgung der Produktströme, die Bilanzierung und die Aufbereitung der Daten für den Auftraggeber sind durch das System gewährleistet.